WIRTSCHAFT UND HANDEL

Tourismussektor

Die Aktivität auf dem Tourismussektor ist sehr rege dank der Naturschönheiten und Landschaften, die wir besitzen, und einer Infrastruktur, von deren Leistungen sowohl die einheimischen und ausländischen Touristen Gebrauch machen.

Die vielfältigen touristischen Attraktionen , die unser Land bietet sind:

• Mehr als 3.500 km Küste, von welchen 1.700 km Sand- und Korallenstränden entsprechen.
• 72 Inseln, kleine Inseln und flache Felseninseln, viele von diesen ungenützt. Eine bekannte Insel ist z.B die “Isla de Margarita und das Archipel “Los Roques”, das einzige Atoll der Karibik.
• Drei Kordilleren: Die Kordilleren der Anden, eine Landschaft von einmaliger Schönheit, mit reichem Kunsthandwerk und farbenfrohen Zeugnissen der Gebräuche und Traditionen ; die Ostkaribische und Zentralkaribische Bergkette, aus welcher der Gebirgszug El Avila hervorragt, der Caracas vom zentralen Küstenstreifen, einem Gebiet mit einer biologischen Vielfalt und einem reichen Kultur- und Geschichtserbe, trennt.
• 430.00 km² Dschungel mit einer beeindruckenden Vegetation, Flüssen mit dunklem Wasser, zahlreichen Tierarten und berühmten Wasserfällen wie der Salto Churún-Merún (bekannt als Salto del Angel) und der Kuketán.
• 300.00 km² weite Ebene, welche sich vom grossen nordwestlichen Gebirgsbogen und der Küste aus zum Orinoko-Fluss erstreckt. Diese Region ist von verschieden Flüssen durchzogen, in und um welche eine vielfältige Tierwelt beheimatet ist, darunter auch Spezies, die vom Aussterben bedroht sind, wie die Seekuh, der Kaiman, die Schildkröte und der Jaguar.
• 39 Nationalparks und 41 Naturschauplätze, die einen Raum von 16,04 % des gesamten Nationalterritoriums einnehmen. Die Regierung hat zwei Naturreservate und 7 Wildreservate für Wildtiere geschaffen, um die einheimische Fauna und Flora zu schützen.

Die venezolanische Regierung hat auch eine Reihe von Massnahmen und Projekten durchgeführt, um die touristischen Aktivitäten im Land zu fördern, wie die Unterzeichnung eines Tourismusabkommens und eines weiteren über die Abschaffung der Visapflicht zwischen Venezuela und Brasilien, sowie die bereits bestehenden Projekte für die Erweiterung der Gebietsverbindungen zwischen beiden Ländern. Auf eben dieser Revitalisierungslinie liegen die Privatisierungsprozesse und die Tourismusprojekte, die die staatliche Gesellschaft FOGADE der Öffentlichkeit anbietet.

Telekommunikationssektor

Bis 1991 war dieser Sektor von einem unzureichenden Angebot an Basisdienstleistungen, geringer Qualität des Telephonservice, Staatsmonopol der venezolanischen Telefon AG CANTV, und einer minimalen Aktivität von Privatunternehmen auf diesem Sektor gekennzeichnet. Die Privatisierung von CANTV brachte nicht nur grosse Vorteile für die Teilnehmer der Festnetztelephonie sondern bedeutete auch die Öffnung des Telekommunikationssektors für die Privatinvestitionen, die es erlaubte, dass neue Dienstleistungen in Konzession vergeben wurden.

Heute verfügen wir über zahlreiche Dienstleistungen auf dem Gebiet der Telekommunikation mit einer exzellenten Qualität ihrer Produkte: Mobiltelefon, kostenpflichtige Fersehkanäle, Service für jede Art von personeller Kommunikation, Mobilsysteme mittels Satellitenübertragung, Serviceverbindungen ins Internet.

Im Jahr 2000 wurden Investitionsmöglichkeiten im ländlichen Kommunikationsbereich und der Festnetztelefonie eröffnet, weil sie nicht mehr ausschliesslich von CANTV kontrolliert wurde.

Auch wenn dieser Sektor sehr gewachsen ist, ist die Nachfrage nach dem Grossteil der Dientsleistungen unzureichend und die Beteiligung neuer Unternehmen und Investitionen ist notwendig.

Für mehr Information: http://www.conatel.gov.ve/

Land und Viehwirtschaft

Venezuela verfügt über eine grosse Vielfalt an Boden- und Gewässervorkommen, weiten Küsten, verschiedenen Klimazonen, Gebirgshöhen und Vegetation, was insgesamt verbunden mit den sehr günstigen Infrastrukturbedingungen für die wachsende Landwirtschaft, Venezuela zu einem Land mit einem grossen Potential für die Entwicklung seiner Land- und Viehwirtschaft. sowie Fischerei macht. Zum Schutz dieses Volksvermögens hat die Regierung der Bolivarischen Republik Venezuela am 12. November 2001 mit Gesetzeskraft das “Land- und Argrarentwicklungsgesetz”, und am 13. November 2000 das “Fischerei- und Zuchtgewässergesetz” erlassen. Das Land- und Agrarentwicklungsgesetz, zielt in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des Artikels 307 der Verfassung des Landes darauf aus, die notwendigen Massnahmen für die vollständige Eliminierung des Systems des Grossgrundbesitzes als ein ungerechtes und dem allgemeinen Interesse und dem sozialen Frieden auf dem Land zuwiderlaufendes System, zu setzen. Eine andere Zielsetzung dieses neuen Rechtsrahmens ist die Zusicherung der Biodiversität, der wirksamen Gültigkeit der Rechte für den Schutz der Umwelt und der aus der Landwirtschaft entsprungenen Nahrungsmittel und die Sicherung der Versorgung mit agrarwirtschaftlichen Produkten für gegenwärtige und zukünftige Generationen.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft wurde während des XVIII, XIX und am Beginn des XX Jahrhunderts als der grösste Reichtum des Landes angesehen. Venezuela war weltweit als Produzent von Café, Kakao, Tabak und Indigo anerkannt, aber im XX Jahrhundert wurde die schwindelerregende Aktivität der Erdölförderung aufgenommen, was uns in ein von den Nahrungsmittelexporten anderer Länder abhängiges Land machte. Gegenwärtig werden verschiedene landwirtschaftliche Sektoren reaktiviert und weiterentwickelt. Die Mechanisierung und Vergrösserung der Zahl der landwirtschaftlichen Kulturen, sowie ihre Verbreitung hat die Produktivität signifikant erhöht. Venezuela besitzt weite Landstriche mit hoher Bodenqualität, die sich ungleichförmig und verstreut im Areal der alten landwirtschaftlichen Nutzung, in den Becken- und Tallandschaften, vor allem in der zentralen Nord- und zentralen Westseite und in den Lllanos befinden.

Landwirtschaftliche Entwicklung

• Die Richtlinien des gegenwärtigen Nationalen Argarplans werden in drei grundlegenden Aspekten zusammengefasst:

1) Revitalisierung, Umwandlung und Dynamisierung der selbstproduzierenden Ketten, Schaffung von Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung;
2) Entwicklungsförderung des ländlichen Mediums auf den strategischen Grundlagen des Landes;
3) Garantie der sicheren Versorgung mit Nahrungsmitteln und der Lieferung von Gewebsfasern aus der Landwirtschaft

• Landwirtschaftliche Produkte für den Export

Kakao:
Stammt ursprünglich aus den amerikanischen Tropen, wird in den heissen Zonen angebaut, braucht Schatten, gute Bewässerung und nährstoffreichen Boden. Die Hauptproduzenten sind die Bundesstaaten Sucre, Miranda, Amacuro Delta, Apure, Barinas, Zulia, Táchira, Aragua, Monagas, Guarico, Yaracuy, Mérida und Carabobo. Die jährliche Produktion beläuft sich auf 17.124 Metertonnen.
In Venezuela existieren verschiedene zum Genuss geeignete Arten, sie unterscheiden sich durch Frucht und Samen, unter ihnen sind der TH Kakao, Cacao Criollo oder Kakao Chuao, der als der qualitativ hochwertigste Kakao der Welt gilt; und der TH Leiocarpa, cacao trinitario, wilder Kakao oder cacao calabacillo.
Café:
Stammt aus Afrika (Sudan und Äthiopien). Wurde nach Venezuela Mitte des XVIII Jahrhunderts eingeführt. Wird auf bergigem und kühlen Gelände, mit gutem Schatten angebaut. Der Untergrund soll ein lehmiger Mischboden, gut gewässert und reich an organischem Material sein. Café wird hauptsächlich in den Kordilleren der Anden und den Aragua Tälern angebaut. Die Jahresproduktion beträgt 76.036 Metertonnen.
In Venezuela werden verschiedene Arten Café geerntet: Café Arabica, Cafe Liberica und Café Gabephoras.
• Andere landwirtschaftliche Produkte
Mais
Ist ein Grundbestandteil der Ernährung der Venezolaner. Mais wird in drei Erscheinungsformen angebaut: der weisse oder gemeine Mais, der vallero oder Jungmais und der kleinkörnige gelbe Cariaco Mais. Wird auf Misch- oder Misch-Lehmböden und humusreichen Böden mit guter Bewässerung gesät. Braucht ein offenes Terrain und viel Sonne. Wird in ganz Venezuela mit Ausnahme in Bundesstaaten Amazonas und Nueva Esparta angebaut. Die Jahresproduktion beträgt 1.033.292 Metertonnen.
Reis:
Reis ist ein Grundbestandtel der Mahlzeiten der venezolanischen Bevölkerung. Es gibt zwei Arten von Reis: derjenige, der auf trockenem Boden (Spanisch:“Secano“) und der auf feuchtem Boden („Húmedo“) gedeiht, und es gibt eine Vielzahl von Sorten. Die Hauptproduzenten von Reis sind die Bundesländer: Portuguesa, Guarico, Cojedes, Bolívar, Delta Amacuro, Barinas, Carabobo und Bolívar. Von diesem Grundnahrungsmittel werden jährlich 779.906 Metertonnen produziert.


Sorghus (Moorhirse):
Die Moorhirse wird in der industriellen Tierhaltung verwendet. Sie tritt in ca. 200 verschiedenen Formen und 30 verschiedenen Gattungen in Erscheinung, welche wiederum von unterschiedlicher Qualität und Verwendungsart sind. Voraussetzung für das gute Wachstum ist heisses Klima, sie gedeiht auf Mischböden, sandigen und/oder lehmigen Böden. Die Anbaugebiete befinden sich in den zentralen und westlichen Ebenen, den „Llanos“ und in den Bundesländern: Yaracuy, Lara und Cojedes. Von diesem Grundnahrungsmittel werden jährlich 436.320 Metertonnen produziert.

Forstwirtschaft:
Derzeit führt das Staatsunternehmen Corporación Venezolana de Guayana eine grosse Zahl von Investitionsprojekten in diesem Bereich durch, von welchen folgende erwähnenswert sind:

Projekt für Forstkulturen:
Ausgerichtet auf das Ziel, eine Jahresproduktion von 2.0 Milliarden m³ karibisches Kiefernholz ab dem Jahr 2017 zu produzieren; die Investition in dieses Projekt beläuft sich auf 23 Milliarden U$S.
Projekt für die Entwicklung und Betrieb von Baumschulen und Samengewinnung

Produktion: 2.500 kg/Jahr von genetisch verbessertem Kiefernsamen
Investition: 3,1 Milliarden U$S.

Für folgende Projekte werden derzeit Investoren geworben:

Industrielle Herstellung von Holzhäusern:
Produktion: 10.000 Kist (Festkilometer) /pro Jahr für Fertigteilhäuser
Investition: 48,3 Millionen U$S

Sägewerk:
Produktion: 170.000 Metertonnen/Jahr Sägeholz
Investition: 35 Milliarden U$S

Holzplattenfabrik:

Produktion: 410.000 m³/Jahr Platten OSB Agglomerat und 60.000 m³/pro Jahr Sägeholz
Investition: 118 Milliarden U$S

Stärke – und Papierfabrik

Produktion: 300.00 Metertonnen/pro Jahr aus mechanischer Pulpe und Bleichmasse, 300.000 Metertonnen/Jahr Zeitungs-, Zeitschriften-, Druck und Schreibpapier.


Viehzucht
Die extensive Viehwirtschaft nach altem Muster, wo Fleisch geringer Qualität und halbverarbeiteter Käse produziert wurden, wurde Schritt für Schritt durch dynamische Prozesse der Rindfleisch- und Molkereiproduktion in den verschiedenen Regionen des Landes ersetzt. Rinderzucht wird hauptsächlich in der Ebene („Llanos“) betrieben, auch die Schweine- und Geflügelzucht hat im Land an Bedeutung gewonnen.

Fischerei
Der Fischfang wird in Venezuela auf verschiedenste Art und Weise ausgeübt: vom handwerklichen Küstenfischfang, über Sportfischen, gewerblicher Fischfang mit Netzen, bis zur technisch hochentwickelten Hochseefischerei.
Die wichtigsten Meeresfischereigewässer befinden sich im „Golfo Cariaco“ und in Nueva Esparta, wo die grossen Fischvorkommen des karibischen Meeres genutzt werden (Zackenbarsch, „Curbina“, Sardellen, Haifische, Sardinen, Goldbarsch, Schwertfisch und Rochen.

Bergbau Metallurgischer Sektor

Venezuela verfügt über verschiedene mineralische Bodenschätze, von welchen Kohle, Gold, Eisenerz und Bauxit hervorzuheben sind.
Es gibt grosse Eisenerz-, Bauxit-, Nickel-, Kohle-, Gold-, Diamanten-, Kalkstein¨- und andere nicht metallische Vorkommen, sowie umfassende Prospektion von Asbest, Phosphat, Mangan, Schwefel und Blei.
Vor einigen wenigen Jahrzehnten entschloss man sich, einige der mineralischen Vorkommen zu nutzen und industriell zu verarbeiten. Im Jahre 1975 verstaatliche man die Eisenproduktion und förderte gleichzeitig den Abbau von Kohle, Gold, Bauxit und anderen Mineralen.
Der Bergbausektor war für die in- und ausländischen Privatinvestoren eine exzellente Wahl, da sie von einer gut ausgebauten Infrastruktur, was das Schienennetz und die Häfen, und ebenso die niedrigen Energiekosten – Wasserkraft, Erdgas und Erdöl, und unsere auserordentlich günstige geographische Lage betrifft, profitieren konnten.

Kohle
Aus den Kohlevorkommen in Guasare und Guajira, Bundesstaat Zulia, kommt ein Teil der Energie, die für elektrische Heizkessel und in den metallverarbeitenden Industrien der USA und vielen europäischen Ländern verwendet wird. Der hohe Heizwert und der niedrige Schwefel- und Aschegehalt der von Carbozulia, einer Tochtergesellschaft von PDVSA produzierten Kohle, gilt als höchste Premiumqualität.
Das Kohlereserven Venezuelas werden auf etwa 485 Millionen Metertonnen geschätzt. wobei Kohle aus dem Guasare-Becken speziell für den Exportmarkt bestimmt ist. Im Jahre 1999 ging 75% der exportienten Kohle für die Erzeugung von Brennstoff und 25% für die Stahlproduktion auf.

Eisenerz
Das Eisenerz ist eines der Minerale, welches wesentlich zum mineralischen und metallurgischen Reichtum Venezuelas beiträgt. Derzeit werden jährlich 20.842 Metertonnen Eisenerz produziert..
Die meisten Hämatitreserven befinden sich südlich des Orinoko Flusses in der Gebirgsmasse geologischen Ursprungs von Imataca im Bundesstaat Bolívar, wo sich die Erzlager des „Cerro Bolívar“, Pao, Real Corona, u.a. befinden.
Derzeit führt das Staatsunternehmen Corporación Venezolana de Guayana eine Serie von Investitionsprojeten auf dem Eisen- und Stahlsektor durch, wie die Vergrösserung einer Pellet- und Brikettanlage und einer Anlage für die Konzentration von Bruchquarzit.

Bauxit
Bauxit ist ein Rohstoff für die Aluminiumerzeugung. Die venezolanische Regierung hat mittels der Corporación de Guayana das Unternehmen Bauxilium für den Bauxitabbau in Los Pijiguaos – Bauxitlagerstätten am Cerro Páez, im Bundesstaat Bolívar, errichtet, wo 4 Millionen Tonnen jährlich produziert werden. Bauxit wird in den Stollen Los Paijiguaos abgebaut und zerkleinert und wird über den Orinoko bis zur Stadt Guayana geführt, wo sich der restliche Industriekomplex für die Weiterverarbeitungsanlage von Bauxit in Aluminium befindet.

Energiesektor
Innerhalb dieses Sektors gibt es drei grosse Bereiche mit enormer Produktivität: Erdöl, Petrochemie, Gaserzeugung und Wasserkraft.

Das Erdöl ist eine wichtige Einkommensquelle der venezolanischen Wirtschaft.

Erdöl
Wir haben eine der weltweit grössten Reserven an Kohlenwasserstoffen und eine äusserst moderne Erdölinfrastruktur. Das technische, sowie das Führungspersonal besitzt das höchste Ausbildungsniveau. Diese Faktoren machen unsere Erdölindustrie Petróleos de Venezuela – zu einer der effizientesten und wettbewerbsfähigsten der Welt.
Günstig für unsere Erdölindustrie sind: die exzellente geographische Lage Venezuelas, das Vorhandensein von internationalen Dienstleistungsunternehmen, die örtliche Kapazitát für die Errichtung neuer Industrieanlagen, sowie die Öffnung der Industrie für das Privatkapital und verschiedene andere wirtschaftliche Reformen.

Reserven
Die Gesamtreserven an Rohöl von PDVSA betrugen Ende des Jahres 2001 221 Milliarden Barrel (Fass) Öl, von welchen 77,8 Milliraden Barrel nachweislichen Reserven entsprechen.
Von der Gesamtheit der erwiesenen Reserven entsprechen 68 % schwerem und extraschwerem Rohöl, welches im Land am meisten vorkommt, und 32 % den kondensierten, leicht- und mittelschweren Ölen, die die grösste Nachfrage am Markt darstellen.
Das Land besitzt ausserdem ca. 148 Billionen Kubikfuss Erdgasreserven (Quelle: PDVSA)
Diese Reserven gehören zu den grössten Reserven an extraschwerem Rohöl und Bitumen der Welt – 1,2 Billionen Fass -, welche in Venezuela im ölreichen Landstreifen des Orinoko vorkommen. Die Förderung erfolgt in vier grossen Becken : Falcón, Maracaibo, Oriente und Apure-Barinas. Die Beckenlandschaft des Maracaibo-Sees ist das Gebiet mit der grössten Erdölförderung.

„Die Gesamtproduktionskapazität von PDVSA betrug Ende 2001 3,99 Millionen Barrel Öl täglich, Rohöl und kondensiertes Öl, und 6,0 Milliarden Kubikfuss Gas täglich. Der Geschäftsplan konzipiert für den Zeitraum 2002-2007 sieht eine Erhöhung der Produktionskapazität von Rohöl auf ca. 5,1 Millionen Barrel bis zum Jahr 2007“ vor. (Quelle: PDVSA)

Petroleos de Venezuela (PDVSA)
Die venezolanische Erdölindustrie wurde 1976 verstaatlicht. Seit damals wurde die Förderung, die Produktion und die Verarbeitung von Erdöl ausschliesslich von PDVSA, der staatlichen Erdölgesellschaft, die für die Erdöl- und petrochemische Industrie, Orimulsion und industriellen Kohleabbau verantwortlich ist, durchgeführt.

Ab 1998 begann das Unternehmen seine Organisation umzustrukturieren, um die internen Beschlüsse effizienter zu machen und schneller umzusetzen. Dieses erlaubte, die Rolle des Stammhauses und die Aktivitäten strategischer Art neu zu konfigurieren. Die neue Unternehmensstruktur basiert auf drei Geschäftseinheiten: PDVSA Erdölförderung- und Produktion; PDVSA Industrielle Herstellung und Vermarktung, und PDVSA Dienstleistungen.
PDVSA liegt weltweit an dritter Stelle der Unternehmen mit höchster Erdölproduktion – 3,5 Millionen Barrel täglich.

. Geschäftsplan
Das grundlegende Ziel des Geschäftsplans von PDVSA für das nächste Jahrzehnt ist, den Beitrag des Erdöls zur Entwicklung des Landes durch die Stärkung des Volkskapitals und durch Beteiligung von Privatkapital zu erhöhen.
Der Staatspräsident von Venezuela, Hugo Chávez Frías, erliess mit Datum vom 2. November 2001 das neue Mineralölgesetz. Dieses Gesetzesdekret legt unter anderem die Beteiligung des Privatkapitals fest, indem die Möglichkeit eingeräumt wird, sich an der Errichtung von gemischten Gesellschaften zur Durchführung von Primäraktivitäten zu beteiligen, sowie in die Industrie- und Handelsaktivitäten mit Mineralöl einzugreifen.

PDVSA unterhält bedeutende Hilfsprogramme zugunsten der Gemeinschaft, besonders auf dem Gebiet des Unterrichts, Gesundheit und Umweltschutz. PDVSA ist bestrebt, eine harmonische Beziehung zwischen Entwicklung, Umwelt und Sicherheit des Menschen aufrechtzuerhalten. Die Anpassung von Emissionsquellen an Umweltauflagen in ihren Aktivitätsbereichen, die Wiederbelebung und Bewahrung von hydrographischen Zonen in verschieden Regionen des Landes, sowie der Beginn der Produktion und Vermarktung von bleifreiem Benzin sind klare Beispiele für eine ganzheitliche Entwicklungspolitik.

Forschung und Ausbildung
Die venezolanische Erdölindustrie zählt auf die Erfahrung und Seriösität der Firma INTEVEP – eine Tochtergesellschaft von PDVSA – die für die Forschung, Entwicklung, Ingenieurwesen und technischen Service für ihre Kunden im Geschäft mit dem Erdöl verantwortlich ist.
INTEVEP
Ist eines der auf diesem Gebiet bestausgestatteten Forschungszentren der Welt. In den 25 Jahren seines Bestehens wurden 856 Patente, die in seinen Laboratorien entwickelt worden waren, angemeldet- einschliesslich das Patent für Orimulsion -. PDVSA verfügt über ein eigenes Universitätsinstitut – Das Internationale Zentrum für Unterricht und Entwicklung, CIET – mit Sitz in Caracas und Ausbildungszentren in verschiedenen Städten. Hier wird die Management-, Berufs- und technische Ausbildung des Personals von PDVSA, seiner Gesellschafter, Stellvertreter und Vertragspartner koordiniert.

Petrochemie
Im Jahr 1978 nahm der venezolanische Staat seine Aktivitäten auf dem petrochemischen Sektor mittels dem petrochemischen Unternehmen Venezuelas (PEQUIVEN) auf. In den letzten zwei Jahrzehnten, ging diese Filiale der PDVSA auf Expansionskurs, welcher zuerst hauptsächlich auf den internen Markt gerichtet war und sich seit dem Jahr 1989 auf die Eroberung globaler Märkte orientiert. Angefangen mit Erdgas und den Erdölderivaten verarbeitet die petrochemische Industrie hunderte Produkte des täglichen Gebrauchs – landwirtschaftl. Dünger, Plastik, Verpackungsmaterial, Rohre, Möbel, Baumaterial, Paraffine, Öle, Teer und viele andere.

Das Unternehmen PEQUIVEN ist sich seiner ständigen Verpflichtung der Umwelt gegenüber bewusst und ihr Hauptaugenmerk gilt der Gewährleistung der hohen Verfahrens- und Produktqualität, der Verwendung von einwandfreien Technologien, sicheren Verfahren und der Entwicklung von Programmen für die Erholung und Bewahrung der Natur.

Investieren in den petrochemischen Sektor

Unser petrochemischer Sektor bietet dem Investor immense Vorteile, wie u.a:

– Wachstum, das die Erdölindustrie als Folge der verschiedenen Öffnungmodalitäten für Privatinvestoren erfahren hat.
– Besonderes Augenmerk auf die Entwicklung des petrochemischen Sektors als politsche Massnahme des Staatspräsidenten Hugo Chávez.
– Grosse Reserven an bei der Erdölbohrung ausströmendem Erdgas
– Verlässliche Lieferung von Rohstoffen aus Gas und Erdöl.
– Möglichkeiten des Zusammenschlusses mit PEQUIVEN bei Projekten, die in den wichtigsten Entwicklungsplänen enthalten sind, freie Rückführung von Kapital und Gewinn.
– Verfügbarkeit über eine der besten Hafen- und Schieneninfrastrukturen Lateinamerikas.

Gas

Unser Land verfügt über grosse Vorkommen von Erdgas – die tägliche Produktion beträgt 6,2 Milliarden Kubikfuss von (bei der Erdölgewinnung auströmendem)Erdgas – welches eine reiche Energiequelle für Haushalte und Industrie darstellt, abgesehen davon dass es ein Ausgangstoff für petrochemische Produkte ist.

Vor kurzem hat man mit den Bohrarbeiten des neuen Gasförderungsprojekts in der Delta- Plattform begonnen. Diese Projekt beinhaltet die Bohrung von 10 bis 14 Ölquellen auf der Suche nach Gas auf einem von der Ostküste Venezuelas 150 km entfernten Areal. In der ersten Phase der Bohraktivitäten wird ein Bereich von 27.000 km in Zonen mit Tiefen von mehr als 1000 m eingeschlossen. Die Kosten dieser ersten Phase werden sich auf 375 millionen U$S belaufen. Die zweite Phase benötigt eine Investition von 4 Milliarden U$S unter Beteiligung von Privatinvestoren.

Die Entdeckung von Gasvorkommen in den letzten Jahrzehnten in der nordöstlichen Region, besonders in Guárico, Anzoátegui, Monagas, bis zu den Küsten ausserhalb von Sucre haben unsere Reserven substanziell anwachsen lassen– sie werden auf 145 Billionen Kubikfuss geschätzt.
Das Gas wird in den bestehenden Erdölverarbeitungs- und Injektionsanlagen und im Netz der Gaspipelines verwendet, durch welche Flüssiggaskohlenstoffe entnommen werden, wobei ausserdem Trockengas in den Rest des Land tranportiert wird.

Investieren auf dem Gassektor

Unsere nachweislich hohen Gasreserven und die grossangelegte Produktion von Erdgas, das bei der Erdölgewinnung entsteht, bieten eine reichliche Versorgung zu niedrigen Kosten, und der exzellente geographische Standort und die Infrastruktur – 5.000 km Gasodukte – bieten atraktive Möglichkeiten für Privatinvestoren.

Strategieplan:

PDVSA hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Bemühungen auf die Erdölaktivitäten zu konzentrieren, um der Privatinitiative bei den Gas- und Chemiegeschäften grösstmöglichen Spielraum zu überlassen

a) Bei Erdöl:

– Intensivieren der Bohraktivitäten und Einbeziehen neuer Reserven von Leicht- und Schweröl, um die Wettbewerbsfähigkeit von PDVSA vom Standpunkt der Mineralölqualität, wie es der Markt erfordert, zu verbessern.
– Festlegen der Produktionsniveaus in Übereinstimmung mit der Dynamik der mit der OPEC und anderen Produzenten erlangten Übereinkommen.
– Stärkere Beteiligung des lateinamerikanischen und karibischen Marktes bei allen Phasen der Vermarktung. Vor allem grössere Präsenz auf dem Grosshandels- und Detail-Verteilermarkt.
– Die bedeutende Beteiligung, die PDVSA in ihrem nordamerikanischen Referenzmarkt mittels ihrer Tochter CITGO hat, zu konsolidieren.
– Senken der Produktionskosten und Erhöhung der Produktivität.

b) Bei Gas und Chemie

– Errreichen einer aktiven Beteiligung des Privatsektors an den Gasgeschäften und der Weiterverarbeitung von Gas in chemische und petrochemische Produkte.
– Schaffung neuer Beteiligungsspielräume für das Privatkapital mittels des neuen Gesetzes über gasförmige Kohlenwasserstoffe und ihrer Durchführungsverordnung – PDVSA wird minoritär und selektiv an jedem der Geschäftssegmente beteiligt sein –
– Erhöhung der Produktion von Chemikalien unter Verwendung von Gas und der verschiedenen Raffinierungsprozesse, mit Beteiligung von in- und ausländischem Privatkapital.

Schliesslich unterstreicht der Geschäftsplan von PDVSA die Verpflichtung des Unternehmens, ein guter Nachbar der Gemeinden zu sein, wo sie tätig oder präsent ist.


Gold

Das Potential für die Goldschürfung in den Stollen beläuft sich auf 10.000 Metertonnen.


Bausektor
Venezuela ist ein Land, das mannigfaltige Entwicklungen auf dem Bausektor in den verschiedenen Bereichen und Regionen benötigt. In den letzten Jahren wurde dieser Sektor vergrössert und unterteilt, und wird jetzt als einer der Sektoren mit dem grössten Wachstum in unserem Land angesehen.

Seit 1994 gilt das Gesetz über die Konzession für den öffentlichen Bausektor. Gemäss diesem Gesetzesdekret kann der Bau von Autobahnen, Schienenwegen, Häfen, Brücken, Viadukten, Elektrizitätswerken, Wasserkraftwerken, Kläranlanlagen, Baudenkmälern und öffentlichen Gebäuden, Flughäfen, inner- und ausserstädtischer Transport, unter vielen, in Konzession vergeben werden.

Das Infrastrukturministerium ist die Institution , die über die Mehrheit der öffentlichen Bauten und Dienstleistungen, die in Konzession vergeben werden können, verfügt und ist deshalb jene Stelle, die eine Einrichtung zur Durchführung der Konzessionsvergaben entwickelt hat.
Die Infrastruktur Venezuelas wird als eine der bestentwickeltsten Lateinamerikas in punkto Qualität-Dimensión und Bevölkerungszahl angesehen. Die Entwicklung der Erdölindustrie und der Wasserkraft waren Wegbereiter für den Entwicklung anderer mit dieser in Zusammenhang stehender Dienstleistungen.

Die Infrastruktur für den Transport auf dem Landweg ist ganz gut entwickelt, benötigt jedoch substanzielle Verbesserungen und Neuinvestitionen.

Handel und Export

Der Aussenhandel Venezuelas ist ein dynamischer Sektor unserer Wirtschaft und ist vor allem durch den Export von Erdöl charakterisiert, welcher in der Exportliste unseres Landes die erste Stelle einnimmt und dessen Hauptabnehmer die U.S.A. sind.

Andere bedeutende Produkte für den Export sind: Eisen, Aluminium und Stahl, die in die U.S.A., Kolumbien, Europa (Niederlande und Grossbritannien), Japan und Mexiko exportiert werden.

Die Exporte von Nicht-Erdölprodukten sind im letzten Jahrzehnt, seitdem sich Venezuela für den Weltmarkt geöffnet hat, gestiegen.

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