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Bilaterale Beziehungen zu Venezuela

Venezuela und Österreich nahmen am 28. Juli 1947 diplomatische Beziehungen auf. Jedoch kam es erst im Jahre 1995 zu einer Annäherung beider Länder. Im zweiten Halbjahr jenes Jahres reiste eine hochrangige österreichische Delegation nach Puerto La Cruz, um an der IV Weltenergiekonferenz (1995) teilzunehmen; Frau Dr. Benita Ferrero-Waldner, damals stellvertretende Aussenministerin Österreichs, reiste nach Venezuela, um die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu aktivieren, indem sie mit hochrangigen Funktionären der Nationalregierung, des Kongresses der Republik und von PDVSA Gespräche führte.

Danach, im Juli 1996 hatte eine Delegation der Wirtschaftskammer Österreich Gespräche mit dem venezolanischen Planungsminister und dem Präsidenten des venezolanischen Investitionsfonds, sie zeigte Interesse am Privatisierungsprozess der venezolanischen Schwerindustrie und bot unserem Land Technologie für die Wasseraufbereitung an.

Im Oktober 2001, unternahm Hugo Chávez Frías, Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela eine inoffizielle Reise nach Wien, um ein Treffen mit der Vorstandsleitung der OPEC und des OPEC Fonds abzuhalten. Bei dieser Gelegenheit wurde er auch von Herrn Adolf Moser, Stellv. Präsident der Wirtschaftskammer Österreich empfangen. Am Sitz der Wirtschaftskammer Österreich wurde das Seminar “¿Por qué Venezuela?” (Weshalb Venezuela?) unter Beteiligung von 120 österreichischen und venezolanischen Firmen und dem Beitrag verschiedener venezolanischer Delegationsmitglieder, sowie des Staatspräsidenten abgehalten, welcher eine Rede mit dem Titel: “Venezuela, País de Oportunidades” (Venezuela, Land der Möglichkeiten) hielt.

- Unterzeichnete Abkommen

1. Aufhebung der Visaplicht für Diplomaten- und Dienstpässe (1990)

2. Gewährung von Erleichterungen für die Ausstellung des Sichtvermerks für Touristen für Staatsbürger beider Länder (1994)

- Projekte in Verhandlung

3. Abkommen über Investitionsförderung (1991)

4. Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung in Sachen Einkommensteuer (1991)

- Kooperationsprogramme- und Projekte

SURUMONI Projekt (wissenschaftliches Projekt)

Am 31. August 1995 unterzeichneten in Caracas das venezolanische Ministerium für Umwelt und Natürliche Ressourcen durch die Autonome Diensstelle für Umweltentwicklung des Bundesstaates Amazonas (Sada-Amazonas), der Nationale Rat für wissenschaftliche und technische Forschung, sowie die österreichische Akademie der Wissenschaften ein Abkommen über die Durchführung des Surumoni-Projekts.

Dieses Projekt sah die wissenschaftliche Erforschung des Blätterdaches des Regenwaldes an einer Seite des Surumoni –Flusstales, nahe von Esmeralda, am Alto Orinoco vor. Das Projekt wurde mit Geldern , die von CONICIT und der österreichischen Akademie der Wissenschaften zur Verfügung gestellt wurden, finanziert.

Als Ergebnis der Umsetzung dieses Abkommens wurden mehr als 30 Forschungsarbeiten, in ihrer Mehrzahl von österreichischer Seite publiziert.

Von Beginn an wurde das Abkommen für eine Dauer von fünf Jahren unterzeichnet und lief im Jahr 2000 aus.


Handelsaustausch und Investitionen

Während des Zeitraums 1996-2001 wies die Handelsbilanz zwischen beiden Ländern einen defizitären Saldo für Venezuela aus, wobei eine markante und stetige Abnahme der Exporte verzeichnet wurde. Im Jahr 2000 hatten nur 0,86% des Handels mit Gütern und nicht traditionellen Dienstleistungen und 0,13% der exportierten Erdölprodukte und nicht-Erdölprodukte als Zielland Österreich. In derselben Zeitperiode nahmen die österreichischen Exporte nach Venezuela um 30 % verglichen mit 1999 zu, während die venezolanischen Exporte nach Österreich um 18% zurückgingen.